Montag, 5. Januar 2015

Tag 6: Palermo - Sizilien/Italien

Nach Weihnachts- und Jahreswechselpause gehts weiter mit dem Urlaubsbericht. Ich habe es in der Zwischenzeit auch in 9-stündiger Arbeit am Stück geschafft, mein Fotobuch fertig zu bekommen.
Ich bin gespannt, wann es dann fertig ist und wie die Fotos gedruckt aussehen.

Anfassen ist ja immer noch was anderes als "nur" digital.

Das Foto vom rückwärts einparken mit Monster-Kreuzfahrtschiff hatte ich ja schon gezeigt. Wenn ich das so mit meinem kleinen roten Autochen könnte, wäre ich schon stolz...

Palermo also. 
 Ich hatte lange überlegt, ob ich einen Ausflug vom Schiff aus buchen soll oder auf eigenen Faust losziehe wie auf Mallorca, aber irgendwie hatte Palermo doch etwas "unheimliches" an sich - was sich letztenldlich auch als richtig herausstellte - deswegen habe ich wiederum den Ausflug vom Schiff aus gebucht. Es ging also morgens nach dem frühen Frühstück vom Treffpunkt Casino Casanova direkt zu den bereitstehenden roten Reisebussen. 

Ich habe "Die Mysterien von Palermo" gebucht, was sich in der Beschreibung eigentlich viel spannender anhörte als es schlussendlich war.
Sizilien hat nämlich gestreikt - warum? - das wussten die wohl selbst nicht so richtig, irgendwas mit Regierung vermutlich laut Stadtführerin, die versuchte den Busfahrer durch zahlreiche gesperrte und überfüllte Straßen zu lotsen.

Die Stadtbesichtigung war also recht kurz und abgehackt. Aber irgendwann sind wir doch am ersten Ziel angekommen. Wie genau sich das nannte weiß ich nicht mehr, es war halt ein altes Haus und irgendwie ziemlich langweilig.

Eigentlich finde ich alte Gebäude mit Geschichte immer spannend, aber es steht und fällt natürlich auch mit der Führerin und die war leider wiederum nicht so gut.
Außen ein Brunnen, der allerdings nicht an war. Innen gab es trotz gegenteiliger Ankündigung nicht viel zu sehen. Ein paar Tafeln in diversen Sprachen, einzelne Krüge und das war es auch schon.


Mit Mysterien von Palermo waren die Katakomben der Kapuziner gemeint.
Fotos waren dort nicht erlaubt, da es sich um einen Friedhof handeln würde. In Wirklichkeit aber wohl eher, weil sonst keiner die Souveniers kaufen würde.
Bekannt sich die Katakomben auch weil dort die sehr gut erhaltene Rosalia Lombardo liegt. Das fast zweijährige Mädchen war nach langer Zeit im Jahr 1920 die erste und letzte, die einbalsamiert wurde und nun dort unten liegt, bzw. quasi ausgestellt ist.
Es war sehr interessant, die Toten hatten Kleidung aus der jeweiligen Zeit an, alles mal mehr und mal weniger erhalten - allerdings bin ich mit mir nicht ganz im Reinen, ob man Tote so "ausstellen" sollte. Andererseits war das zu der Zeit eine anerkannte Art der Toten zu Gedenken.

Nach den Mysterien ging es weiter - wie soll es anders sein - um wiederum eine Kirche anzusehen. Diesmal die Kathedrale von Palermo. Auch diese wiederum sehr mächtig, auf ihre Art hübsch, aber wegen des Streikes nur schwer zu genießen, zumal die Stadtführerin - anders als die auf Malta - wenig zu erzählen hatte.





Nach ca. 4 Stunden waren wir wieder zurück auf dem Schiff. Weil aber noch einige Zeit war, bis wir ablegen wollten, wollte ich mich noch auf eigene Faust in Palermo umsehen. Viel gab es vom Bus aus nicht zu sehen allerdings hatte ich einen ganz interessanden Straßenmarkt nicht weit vom Hafen gesehen.
So war der Plan.
Allerdings bin ich nur bis kurz hinter den Hafenausgang genommen. Mir war alleine nicht wohl außerhalb des geschützten Hafenbereichs, eine komische, irgendwie gespannte Stimmung.
Deswegen bin ich auch wieder zurück zum Schiff und habe mich den Rest des Tages auf meinem Lieblingsdeck entspannt und die Welt von oben aus betrachtet. Deutlich sicherer.
  Am Abend ging es dann weiter nach Neapel - und damit wieder auf das italienische Festland, was aber leider auch den letzten Tag der Reise bedeutete.

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