Dienstag, 2. Dezember 2014

Tag 4: Seetag

Eigentlich sollten wir den Seetag für die Fahrt nach Tunis nutzen, aber da es dort wohl nicht sicher genug zum anlegen war, wurde kurzfristig umgeplant und so sollte Malta unser nächstes Ziel sein. 
Für den Seetag war aber von mir aus nichts weiter geplant, ein Ausflug - vielleicht mit dem Schlauchboot wäre wohl eine schlechte Idee gewesen. 

Allerdings lag am Tag zuvor ein Vorschlag für einen "Ausflug" in meiner Kabine. Ein Ausflug auf dem Schiff und zwar in die Decks, in die sonst nur das Personal kommt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen!
Ich durfte also vom Theater aus, durch 100 Gänge, 50 Treppen, 1000 Türen von der Theater-Umkleide zum Kostümfundus in den für mich speziell interessanten Bereich. Die Schneiderei. 
Allerding muss ich zugeben, ich habe mehr Stoff, vor allem in mehr Farben in meinem Stofflager. Ich weiß nicht ob ich stolz oder besorgt sein soll. Und mehr als 2 Nähmaschinen besitze ich auch. Dafür bin ich aber nicht so gut im Stühle flicken und Vorhänge nähen finde ich auch langweilig.

Weiter ging es durch die Crew-Bar zur Vorführung der Wasser- und Feuerschotts. Sogar die Schiffsfeuerwehr war zur Demonstration der Schotts/Türen da. 
Dann kam die Wäscherei, seeehr warm dort und solche Wäscheberge habe ich noch nie live gesehen, allerdings auch nicht solche riesen Maschinen, Trocker und "Bügeleisen" die ganze Betttücher gefressen haben. 
Schließlich ging es noch einmal quer durch dan Schiffsteil, in dem das Gepäck ankommt und verteilt wird und schon waren wir am Ziel. Der Küche. 
Ich habe mir denken können, dass es bei ein paar 1000 Leuten, die 5 Mahlzeiten am Tag bekommen schon ein paar Köche und sonstige Küchenmitarbeiter gibt. Aber es allein 105 Köche (davon 3 Frauen) und was weiß ich wieviel sonstiges Küchenpersonal. Sogar eigene Bereiche und extra-Köche, Geschirr, Geräte etc. gibt es für vegetarisch, glutenfrei... etc.
Netterweise hatten man uns dort schon kleine Häppchen und Getränke vorbereitet, sodass wir das Gelernte beim Essen nochmal durchgehen konnten.

Sonst gab es an diesem Seetag nicht viel zu fotogaphieren außer viel viel Wasser, Himmel, Wölkchen und irgendwo in der Mitte das Schiff. Der Regen und die Wellen habe sich zusammen mit meiner Seekrankheit verzogen, also der perfekte Tag zum rumliegen an der frischen Luft.



Kommentare:

  1. Du hast da was vergessen zu erwähnen. ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt, ich hab noch ein Mützchen aus Blümchen gehäkelt beim Rumliegen!

      Löschen
  2. Mir hast du noch erzählt, dass du nach dem Rundgang auf dem Schiff, nach tausend Türen und einigen Treppen hoch und runter sehr verwundert warst, dass du 7 oder 9 Decks weiter oben angekommen warst.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch das, ich habe mich sowieso ständig gewundert auf welchem Deck ich bin...

      Löschen