Samstag, 22. November 2014

Savona/Italien Teil 2

Auf dem Schiff angekommen war ich erstmal ein bissen orientierungslos, das machten die ganzen Spiegel und glänzenden Flächen auch nicht besser. Anfangs hatte ich ein echtes Problem die Eingänge zu den Aufzügen zu finden, ohne gegen Spiegel zu laufen. 
Das hatte was von Kirmes.
Aber zum Glück gab es genug Menschen, die mir den Weg zu Deck 9 - dem Selbstbedienungsrestaurant - gewiesen haben. 

So viel verschiedenes Essen auf einmal. 
Ich bin sicher, ich habe selbst in der Woche auf dem Schiff nicht alle unterschiedlichen Gerichte gefunden. Richtig angetan hatte es mir aber der Tomatensalat. Ich finde Tomaten toll, in allen Formen und auf dem Schiff gab es alles und noch mehr. Ein Tomatenparadies.

Irgendwann zwischen Essen, noch mehr Essen und der Überlegung mehr zu essen oder zu platzen kam dann die Durchsage, dass die Kabinen fertig sind. Das war spannend. Aufzug finden, richtiges Deck finden, Kabine finden. 
Meine Koffer waren schon da. 
Das Kabine-finden sollte in der Woche mein persönlicher running gag sein. 
Die Kabinen sind nämlich nach geraden Zahlen auf einer Seite und ungeraden Zahlen auf der anderen Schiffs-Seite geordnet. Natürlich bin ich nach dem Aussteigen aus dem Aufzug zu 90 % in die genau falsche Richtung zu den ungeraden Zahlen gelaufen. 

In meiner Kabine erwarteten mich neben meinen Koffern auch noch die Schwimmweste, die kurze Zeit später auch schon zum Einsatz gekommen ist. 

Bei der Rettungsübung.

Nach dem Auspacken musste ich die ganze Aufregung erstmal bei einem Cocktail verarbeiten - alkoholfrei! - es war noch keine 16 Uhr.

Und weiter ging es ins Theater zur Einführungsveranstaltung für die, die keine Ahnung haben, wie das Leben auf dem Schiff so läuft - also mich.
Voll informiert, für den Notfall eingewiesen und schon ziemlich müde habe ich es mir erstmal auf Deck 10 gemütlich gemacht und die Panoramafunktion meiner Kamera getestet.

Besonders hübsch sind die Häfen alle nicht, aber der Ausblick von oben auf die anderen Schiffe, Häuser und winzigen Menschen ist schon toll.

Viel Zeit zum erholen gab es nicht, kurze Zeit später haben wir schon abgelegt und sind los zu neuen Abenteuern. Oder so ähnlich. Es ging nach Marseille.
Zum Glück hatte ich die frühe Tischzeit um 18:30 Uhr. Später hätte ich nicht essen wollen und das wurde auch nochmal spannend. 
Als Alleinreisende ist man ja ein bisschen auf nette Tischnachbarn angewiesen, sonst kann so ein Essen schon ziemlich lang und unangenehm werden. Ich hatte einen Lauf, drei Österreicher und eine Schweizerin - perfekt. Das war für mich ein bisschen wie Skiurlaub auf dem Wasser, wobei ich ziemlich neidisch auf dem Schnee von den Vieren war und bin.
Nach dem Essen noch ein Kurzer Besuch auf meinem Lieblingsdeck. 
Wir sind die ganze Nacht an der Küste entlang. 
So schön, ich hätte ewig daußen auf Deck 10 verbringen können wenn ich nicht zum einen totmüde und zum anderen so durchgepustet gewesen wäre, dass ich eine gute halbe Stunde gebraucht habe, um meine Haare wieder so zu kämmen, dass ich nicht mehr Pumuckels Schwester hätte sein können.

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